Home Handelslexikon Buchstabe l Lieferungsverzug

Lieferungsverzug

Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug (§ 286 BGB). Das bedeutet, dass der Verkäufer in Lieferungsverzug gerät, wenn er nicht fristgemäß liefert, nachdem ihm der Käufer erfolglos eine Nachfrist gesetzt hat. Die Mahnung mit angemessener Nachfrist ist nicht erforderlich, wenn für die Leistung ein eindeutiger kalendermäßiger Termin bestimmt ist.

Im Falle einer Mahnung muss der Käufer eine angemessene Nachfrist setzen. Sie muss ausreichen, um die Lieferung der Ware durchführen zu können. Zur Beweissicherung ist es ratsam, eine solche Mahnung immer schriftlich abzugeben.

Telefonische Rechtsberatungen für Käufer

Für den Käufer ergeben sich durch den Lieferungsverzug des Verkäufers folgende Rechte: Der Käufer kann entweder auf Lieferung bestehen, also die Erfüllung des Kaufvertrages verlangen, ggf. Erfüllung des Kaufvertrages und zusätzlich Schadensersatz wegen verspäteter Lieferung verlangen, vom Vertrag zurücktreten oder ggf. vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Bei Forderung des Schadensersatzes wegen Nichterfüllung ist der Schaden in Geld zu ersetzen.