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Beriebsform

Betriebsform

Von stationärem Handel bis E-Commerce

Die Betriebsform ist eine grundlegende Klassifikationsmöglichkeit für Einzelhandelsbetriebe. Betriebsformenkonzepte betonen bestimmte Merkmale eines Unternehmens und ermöglichen eine Profilierung, die ihren Ausdruck in speziellen Marketingkonzeptionen findet. Eine bestimmte Geschäftslage kann eine bestimmte Betriebsform bedingen und umgekehrt.

Betriebsformen sind Erscheinungsformen im Handel, die gemeinsame Merkmale aufweisen. Die Möglichkeiten zur Unterscheidung sind vielfältig. Die gängigsten Merkmale sind: Handelsstrategie (Versorgungs- oder Erlebniskauf), Preise (Discounter oder Hochpreisgeschäft), Distanzüberwindung (stationärer oder ambulanter Handel), Sortiment, Anzahl der Verkaufsstätten (Filialbetriebe oder Einzelunternehmen) und Kundenkreis (Einzel- oder Großhandel).

In der Praxis sind die Abgrenzungen und Strategien für den Konsumenten nicht immer klar erkennbar. Hinzu kommt ein steter Wandel der Gesellschafts- und Konsumententrends, der innerhalb der Betriebsformen eine enorme Dynamik hervorgerufen hat (siehe Kapitel „Betriebsformendynamik“). Die Situation im Einzelhandel - Verdrängungswettbewerb, Eindringen ausländischer Anbieter, Konzentrationsprozesse - erschwert die Beibehaltung langfristiger strategischer Konzepte, die die dauerhafte Existenz eines Einzelhandelsbetriebs gewährleisten. Das Handelsrad, das mit den modifizierten Fachgeschäften den Anfang nahm, dreht sich weiter und wird neue Betriebsformen zur Reife bringen (siehe folgende Abbildung).

Ein facettenreiches Nebeneinander von alten und neuen Betriebsformen ist der Trend der Zukunft. Megastores, Themen-Shops, Discounter, spezielle Fachhandelsunternehmen und andere Formen werden die Handelslandschaft prägen. Insbesondere wird der Dualismus - Megastores auf der Grünen Wiese mit einem breiten und preisgünstigen Angebot sowie der spezielle Fachhandel in den Innenstadtbereichen - hervortreten.