Home Geschäftsfelder Allgemeines Online-Handel: Zahlen und kein Ende? – Kommentar von Dr. Kai Hudetz

e-Commerce, Online Shopping

Gefühlt vergeht aktuell kaum ein Tag, an dem die einschlägigen E-Commerce-Medien nicht über neue Zahlen zum Wachstum des Online-Handels berichten. Auch das IFH Köln hat mit der Veröffentlichung des neuen IFH-Branchenreports Online-Handel 2013 seinen Beitrag dazu geleistet. Doch wie sind die 33 Milliarden Euro Umsatz 2012, die unsere Experten errechnet haben, zu verorten?

Methodik:

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass die Datenerhebung des IFH Köln auf Angaben der Anbieter, also Umsatzangaben einzelner Unternehmen, sowie statistischen Daten zu Handelsunternehmen, also ebenfalls anbieterseitigen Informationen, basiert. Diese Ergebnisse werden anhand vielfältiger eigener Befragungen und mithilfe der umfassenden IFH-Datenbank sowie weiterer verfügbarer Quellen überprüft und plausibilisiert. Diese Vorgehensweise ermöglicht uns eine umfassende Erhebung des Online-Handels auf Basis weitgehend objektiver Angaben und Daten im Hinblick auf die Vertriebsformen einerseits und die Sortimente im Online-Handel andererseits. Zudem wird der Online-Handel in den Gesamtkontext des Einzelhandels bzw. den der Konsumgütermärkte insgesamt eingeordnet. Unter B2C-Online-Handel werden dabei alle physischen Güter (Neuware) sowie virtuelle Güter wie beispielsweise Musikdownloads gefasst. Im Umsatz nicht enthalten sind Online-Dienstleistungen wie beispielsweise Reisen oder Konzerttickets.

Marktentwicklung Ergebnisse:

Der Online-Handel ist 2012 nach IFH-Berechnungen auf 33,0 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Damit betrug der Umsatzzuwachs allein im vergangenen Jahr 4,3 Milliarden Euro. Und auch im kommenden Jahr wird der Online-Handel ein Umsatzwachstum verzeichnen können: Wir gehen für 2013 von einem Marktvolumen von 37,5 Milliarden Euro aus. Die 50 Milliarden Euro Umsatz, wie sie E-Commerce-Europe bereits für 2012 veröffentlichte und jüngst von Jochen Krisch für das nächste Jahr angekündigt wurden, werden aus unserer Sicht allerdings erst 2016 geknackt.

Selbst in einem positiv gerechneten Szenario, das von einer mindestens gleichbleibenden bzw. zunehmenden jährlichen Online-Wachstumsrate ausgeht, wird die 50 Milliarden Euro-Grenze erst im Jahr 2015 überschritten werden. Dagegen würde in einer entgegengesetzten dritten Variante – also bei einer deutlich abnehmenden Online-Wachstumsrate – der Online-Handel von dieser Grenze selbst 2017 noch weit entfernt sein.

e-Commerce

Quelle: IFH Köln, 2013

Ein anderes Bild zeigt sich allerdings, schließt man die Online-Dienstleistungen in die Betrachtung mit ein: Hier werden auch nach IFH-Berechnungen bereits 2013 knapp 48 Milliarden Euro Umsatz im B2C-E-Commerce erreicht.

Es zeigt sich also: Umsatzberechnungen und Prognosen unterliegen einer Vielzahl an Variablen. Je nach Definition des Online-Handels, der betrachteten Sortimente und der Wachstumsannahmen, stehen unterschiedliche Ergebnisse am Ende. Letztlich ist je nach Fragestellung zu entscheiden, welche Zahlen heranzuziehen sind. Der Branchenreport Online-Handel des IFH Köln liefert mit seiner eindeutigen Abgrenzung der Vertriebsformen (von Internet Pure Playern, Stationären Händlern Online und Herstellern Online bis hin zu Shoppingclubs) und Aufgliederung der Sortimentsbereiche hierbei Antworten auf eine Vielzahl unterschiedlicher Fragen.

Sprechen Sie uns an!

Hier geht’s zum „Branchenreport Online-Handel 2013“ im IFH-Shop

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