Home Themen Kunden Kaufkraftunterschied zwischen Hamburg und Sachsen-Anhalt von durchschnittlich 6.159 Euro pro Kopf

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Die verfügbaren Einkommen – also die Nettoeinkommen aus abhängiger Arbeit, Unternehmertätigkeit und Kapitalanlagen sowie die Sozialeinkommen – werden sich laut Vorausberechnungen der Wirtschaftsforschungsinstitute und Prognosen des IFH Köln im laufenden Jahr auf rund 1.716 Milliarden Euro belaufen. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 2,9 Prozent. Die Prognose für die regionale Entwicklung zeigt für 2013 ein voraussichtlich besseres Abschneiden der alten Bundesländer. Insbesondere in den beiden Stadtstaaten Hamburg und Bremen steigt die Kaufkraft 2013 demnach überdurchschnittlich an, während Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr mit knapp zwei Prozent die geringste Wachstumsrate aufweist.

Die Analyse der aktuellen Kaufkraftunterschiede zwischen den Bundesländern zeigt – wie schon in den Jahren zuvor – weiterhin eine enorme Spreizung: Mit einem Pro-Kopf-Wert von 23.196 Euro bzw. einem Kaufkraftniveau von 110,62 befindet sich der Spitzenreiter Hamburg um 6.159 Euro über dem vergleichbaren Wert des Schlusslichts Sachsen-Anhalt (Kaufkraftniveau: 81,24). Noch deutlicher fallen indes die Unterscheide bei der Betrachtung der Gebiete auf Ebene der Stadt- und Landkreise auf. Während im Landkreis Starnberg die Einwohner auf ein Kaufkraftniveau von 148 blicken können, beläuft sich der Wert für Görlitz um rund 25 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Kaufkraftindex 2013 im Ländervergleich (Ø BRD: 100,00)

Kaufkraft Deutschland Vergleich

Kaufkraft in Deutschland

Potenzial für den Einzelhandel beläuft sich aktuell auf 495,6 Milliarden Euro

Auch die Einzelhandelsrelevante Kaufkraft – also die für einzelhandelsorientierte Wirtschaftszweige vorhandene verbraucherbezogene Nachfragepotenziale nach Gütern des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfs – wird ansteigen. Die aktuelle Prognose der IFH-Experten beläuft sich auf ein Plus von 1,4 Prozent. Damit umfasst die Einzelhandelsrelevante Kaufkraft, die neben den Einzelhandelsumsätzen im i.e.S. noch die Umsätze der Apotheken, Bäcker und Metzger beinhaltet, im Jahr 2013 insgesamt 495,6 Milliarden Euro. Pro Bundesbürger ergibt sich hieraus ein durchschnittliches Einzelhandelsrelevantes Potenzial von 6.055 Euro.

Von der genannten Einzelhandelsrelevanten Kaufkraftsumme entfallen auf den überwiegend kurzfristigen Bedarf 54,4 Prozent, von denen wiederum allein etwa 65 Prozent dem Bereich Nahrungs- und Genussmittel (einschl. Bäcker/Metzger) zuzurechnen sind. Den überwiegend mittelfristigen Bedarfsbereich dominieren die Sparten Bekleidung/Wäsche sowie das Baumarkt-Sortiment i.e.S. Insgesamt beläuft sich die Kaufkraft für die mittelfristigen Bedarfsbereiche auf 119,4 Milliarden Euro. Im überwiegend längerfristig orientierten Bedarfsbereich, auf den 18,9 Prozent der gesamten Einzelhandelsrelevanten Kaufkraft entfallen, dominieren eindeutig Möbel sowie die Sparte Unterhaltungselektronik/PC.

Für Fragen zum Thema Regionalforschung und den aktuellen Daten 2013 zu Kaufkraft, Einzelhandelsrelevante Kaufkraft, Einzelhandelszentralität und regionalen Marktpotenzialen steht Ihnen das IFH Köln jederzeit gerne zur Verfügung.

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